DichtArt XXI – Fernsehsucht

Fernsehsucht

Die Sucht, in die Ferne zu sehen ist mein seelischer Begleiter; mein tragbares Fernsehgerät, ich habe es überall dabei. Vom frühen Morgentau bis in die Sternennacht schau ich in die Glotze, bin ganz trunken vom Programm des Schöpfungsspiels.

Mein Blick, der endet nicht am Horizont, ich reite einfach weiter auf den Wolken, lasse mich treiben bis an das Ende des Regenbogens, dort wo die Sucht nach dem Leben ungestillt bleibt.


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