DichtArt XLVIII – Der Tanz der Herzen

Der Tanz der Herzen

Ich öffne gern mein Herz für dich,
lass‘ dich ein – erforsche mich!
Dein off’nes Tor zum Herzenslicht,
werd‘ ich berühr’n ganz vorsichtig.

So hast du Einblick in mein Ich
und ich darf sehen auch dein Dich,
all uns’re Wunder offenbaren wir,
der Tanz beginnt in dir und mir.

Steh’n beide Türen ganz weit auf,
wir geh‘n einander ein und aus
und finden auch mal wieder raus,
so kehrt ein jeder in seinem Haus.

Ich will dich lassen wie du bist,
auch ich bin so wie es halt ist,
und beide Flügel die uns tragen,
lassen uns wachsen an diesen Tagen.

Du lebst dein Ding wie du es willst,
ich mach‘ meins wie ich es brauch‘,
du öffnest dich, wenn du es fühlst
und ich gestatte mir das auch.

Im Tanz der Unterschiedlichkeit,
finden wir Gemeinsamkeit,
so teilen wir erlebtes Leid,
geheiltes Herz trägt neues Kleid.


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