DichtArt LXIX – Im Unreimen

Im Unreimen

Ich bin mit mir im Unreinen
Da klappen die Dinge nicht so gut
Widersprüche lassen sich kaum vereinen
Mal bin ich ruhig, mal voller Wut

Ich kann mich manchmal selbst nicht leiden
Dann tu‘ ich mich für andere verkleiden
Doch fühle ich mich gar nicht wohl dabei
Mal bin ich gefangen und auch mal frei

Auch wie ich manchmal mit mir umgehe
Ist nicht gerade von der feinen Art
Es ist, weil ich mich selbst nicht immer ganz verstehe
Mal bin ich lieb, manchmal auch arg

Wie gern ließ ich die Liebe immer scheinen
Doch Schatten die sind auch noch da
Mal bin ich klar und mal so unklar
Wie man sieht, bin ich im Unreimen


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