DichtArt LXXXVIII – Spitz & Hoppel

Spitz & Hoppel

Es sprach der Lümmel Mäuschen an
Und fragt, ob er sie mümmeln kann
Nein, nein, sprach sie zum Hasilein
Lass ab, sonst dickes Nasenbein
Ups, da wurd‘ ihm Angst und Bang
Die Löffel hingen ziemlich lang

Doch Mausi war nicht abgeneigt
Zumindestens im Grundsatz nicht
Und hat ihm Sympathie gezeigt
So dass der Hase aufgericht‘

Die Frage, die sich hier nun stellt
Was wohl der Maus am Has‘ gefällt
Ist seine zart Verletzlichkeit
Das kennt sie von sich, groß und breit

Der Hase ist zwar ungestüm
Doch ist er gar kein Ungetüm
Er mag des Mausens scharf Verstand
Das Süße, das er an ihr fand
Vor allem Unterschiedlichkeit
Verbindet ihn mit ihr zu zweit

Ach, Maus, sinniert der Hase nun
Du bist so klein und doch so groß
Du tust so innig in dir ruh‘n
Ich finde dich rundrum famos

Die Maus, sichtlich berührt und spricht
Als Hase bist du ganz schön fesch
Aufgeweckt und manchmal frech
Für mich bist du ganz niedelich

So einen sich zwei Unikat
Und jeder bleibt so wie er ist
Im And’ren geht sie auf, die Saat
Wenn jeder sich nicht selbst vergisst
Die Maus, sie nimmt den Has‘ zur Hand
Ganz fein knüpft sich das Liebesband


(C) 2021 by Dichterling; Dank an Christine für die verspielte Inspiration.