DichtArt XCVII – Berührt

Berührt
Berührt

Bevor du kamst, hab‘ ich gespürt,
dass mich gar nichts mehr berührt,
mancher Schmerz ins Weh geführt,
so dass mich niemand mehr verführt.

Verschlossen ging ich meinen Weg,
lief allein auf meinem Steg,
ließ keinen rein in mein Geheg‘,
Einsamkeit war der Beleg.

So manche hat es schon versucht,
doch hat sie mich ganz schnell verflucht,
ich gab ihr nicht wonach sie sucht‘,
hab‘s unter „Pech gehabt“ verbucht.

Doch wie’s der Zufall nun mal will,
mein Herz schaut raus, es will so viel,
es mag nicht spiel‘n mein hartes Spiel,
da kamst du, ich war dein Ziel.

Noch ehe ich mich recht versah,
sagst du: vergiss‘ was einmal war,
ich bin jetzt immer für dich da,
ich glaubte dir, hielt es für wahr.

Tief war dein Blick in mich hinein,
dein Wesen war so echt und rein,
war ergriffen von deinem Sein,
ich ließ mich also auf dich ein.

Infolge dieser Liebeskraft,
stand ich rasch in meinem Saft,
ich war froh, du hast’s geschafft,
du hast mein Fühlen ganz gemacht.

Denn als du kamst, hab‘ ich gespürt,
dass mich vieles sehr berührt,
mancher Schmerz ins Frei geführt,
so dass ich gern von dir verführt.


Bild: (C) 1983, Musik: (C) 2001, Text: (C) 2021 by Dichterling