DichtArt C – T

T

Erste Flocken, weich fallend auf die Haut, kühl noch, ganz zerbrechlich, zart, silbern schimmernd, langsam zerfließend warm die Wangen hinunter rinnen. Das Gesicht gen Himmel gereckt, mutig der Kälte trotzend, ein Landeplatz für schwebende Träume aus weiter Ferne. Die kindliche Natur will mit offenen Händen den Flöckchen fröhlich hinterher springen und alle einzeln auffangen, um mit gespitzten Ohren staunend ihren Geschichten zu lauschen. Doch die Schneewehen fegen die süßlichen Verheißungen hinfort und tragen ihre Geschichten zurück in die Ferne. Der alte Träumer indes schaut ihnen fragend hinterher, legt sich die Hoffnung zurecht in den Schnee und bettet sich in einen langen, sehr langen Winterschlaf.

Und jetzt einen Tee!


Bild: (C) 2021 by Ideenlese & Dichterling (Rahmen), Text: (C) 2021 by Dichterling