DichtArt XCIX – Schlussakt-Trilogie

Schlussakt

Abschied

Dein Blick verrät, es geht zu Ende
Hier nimmt die Liebe ihre Wende

Hilflos sucht dein Blick nach Halt
Doch du weißt, du gehst schon bald

Sehnend greift mein Herz nach dir
Weinend schmerzt, es gibt kein Wir

Vorbei die Zeit in Herzensfreud
In Trauer klingt nun das Geläut

Ach, du, mein Lieb, so bleibe doch
Doch Schweigen ist nur übrig noch

Ganz leise dreh‘ ich mich von dannen
In Tränen, die mir runter rannen

Ein letzter Blick, du gehst zur Tür
Für uns’re Zeit, hab‘ Dank dafür

Leb‘ Wohl, mein Lieb und find‘ dein Glück
Denk‘ auch mal gern‘ an uns zurück


Bevor du gehst

Bevor du gehst, sollst du noch wissen,
ich tat vieles ohn‘ Gewissen,
wollt‘ die Liebe hoch nur hissen,
hatte nie vor, dich zu dissen.

Alle Fehler in uns war‘n,
haben ziemlich weh getan,
und die Streits auf uns’rer Bahn,
standen nicht auf unser’m Plan.

Letztlich will ich dir nur sagen,
ich wollte so viel mit dir wagen,
doch dein Herz wich all den Plagen,
ich werd‘ dich immer in mir tragen.


Weh

Adieu, du Herz
Mein ganzes Sinnen
Will in Besitz
Dich nur nicht bringen

Du willst leben
Frei und ohne Band
Ich wünsch dir Glück
In tiefem Dank

Drum geh‘, mein Schatz
Und wachse groß
Weil ich dich lieb‘
Lass‘ ich dich los


Bild: (C) 1991 by Angela Sirsch, Texte: (C) 2020, 2020, 2021 by Dichterling