DichtArt LXXXVI – Ablass

Ablass

Nun sitz‘ ich hier in Teich gehüllt
Manch feuchten Brief sogleich zerknüllt
Ein Streit hat aus der Bahn geworfen
Uns, mit falsch verstand’nen Worten
Das Schluchzen steckt mir tief im Atem
Ich muss ’ne kleine Zeit nun warten
Bis beruhigt mein aufgewühltes Herz
Verarbeitet den ganzen Schmerz
Wie gern ich mir die Zunge biss
Erspart hät‘ ich uns den Veriss
Nun tut mir leid die ganze Chose
Und sag’s dir durch die rote Rose
Bei allem Krach mit Seitenhieb
Hab‘ ich dich trotzdem ziemlich lieb


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